Liebe Nürnbergerinnen, liebe Nürnberger,


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Gemeinsame Erklärung nach dem „Runden Tisch Kirchweih- und Brauchtumsumzüge“ am 21.02.2019

Ziel des Runden Tisches zu den Nürnberger Kirchweih- und Brauchtumsumzügen war es, diese möglichst in gewohnter Art und Umfang auch in Zukunft stattfinden zu lassen.

Bürgermeister Vogel hatte alle Beteiligten der Nürnberger Kirchweih- und Brauchtumsumzüge am 21. Februar 2019 um 18:00 Uhr eingeladen, um auf Augenhöhe den versprochenen Dialog zu führen. Rund 60 Beteiligte von Bürger- und Vorstadtvereinen und Ehrenamtlichen der Umzüge folgten der Einladung in das Nürnberger Rathaus zum Gespräch mit Bürgermeister, Stadtverwaltung, Polizei und einem Sachverständigen.

Aufgrund der in einer Veranstaltung am 28.11.2018 vorgestellten rechtlichen Rahmenbedingungen wird die Durchführung von Kirchweihumzügen immer schwieriger. Besonders die ehrenamtliche Veranstalter haben Probleme, die umfangreichen Auflagen für ihre Brauchtumsveranstaltungen rund um die Kirchweih zu erfüllen. Der Ärger um die traditionellen Kirchweihumzüge und Kommunikationsverhalten der Verwaltung hatten am 8. Februar 2019 die Bürgerversammlung in Boxdorf erreicht. Die zahlreich dort erschienenen Aktiven der Kirchweihumzüge des Nürnberger Knoblauchlandes machten Ihrem Ärger und Ihren Sorgen über die Auflagen und die fehlende Unterstützung durch die Stadt Nürnberg Luft. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und Bürgermeister Vogel sagten daraufhin die Einberufung des Runden Tisch noch im Februar 2019 zu.

Bei diesem Treffen wurden offene Fragen zum Versicherungsschutz der Veranstalter und Teilnehmer, zur Absicherung der Kirchweihbaumeinholungen und Sicherung der Kirchweihumzüge, die Notwendigkeit der Abnahme jeder einzelnen Kirchweihnummer im Beisein eines Sachverständigen für den Kfz-Verkehr und Finanzierungsfragen besprochen. Aufgrund der Komplexität der Themen stellt diese Veranstaltung einen Schritt in die richtige Richtung dar, insbesondere weil die Vergangenheit aufgearbeitet werden konnte und die Betroffenen sich jetzt auf die Zukunft konzentrieren können. Es wurde vereinbart, dass man im konstruktiven Dialog weiter nach Lösungen suchen wird und dazu weitere Termine notwendig sind, die auf die spezifischen Problemlagen eingehen müssen. Insbesondere müssen weitere Sachverständige beratend hinzugezogen werden.

Hinsichtlich einer finanziellen Unterstützung durch die Stadt Nürnberg will Bürgermeister Vogel in Absprache mit dem Veranstaltungsteam dem Stadtrat einen der jeweiligen Situation angemessenen und möglichst unbürokratischen Vorschlag unterbreiten, der den jeweiligen Umfang der Brauchtumsveranstaltungen machbar erscheinen lässt.

Bürgermeister Vogel sagte zum Ausgang der Gespräche: „Die meist ehrenamtlich Tätigen leisten wirklich viel und stellen Großartiges auf die Beine. Das Treffen zeigt mir, dass es Miteinander geht. Dieses Brauchtum kann und soll auch in Zukunft seinen Stellenwert in Nürnberg behalten. Der gemeinsame, konstruktive und offene Dialog und vor allem das Verständnis für die Notwendigkeiten des jeweils anderen, hilft allen Beteiligten. Die Sicherheit aller Mitwirkenden als auch der Zuschauerinnen und Zuschauer, sowie die Haftungsfragen der Veranstalter haben einen hohen Stellenwert. Uns ist aber auch klar geworden, dass die teils von übergeordneten Ebenen vorgeschriebenen Auflagen vor Ort zu einer personellen, technischen und finanziellen Überforderung führen und den Fortbestand der Brauchtumsumzüge gefährden. Unser erklärtes Ziel ist deshalb, Bürokratie dort wo es möglich ist abzubauen und das Ehrenamt konkret zu stärken. Daran werden wir gemeinsam mit den Veranstaltern nach Kräften weiterarbeiten.“